B.A. Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie (berufsbegleitend)_SoSe 2017

Haupt-Reiter

veröffentlicht: 
StuPO-bbGKT-B.A.,Mitteilungsblatt Nr. 07-2019 vom 31.03.2019
Allgemeine Beschreibung
Studiengangskonzept: 

Der berufsbegleitend studierbare BA Studiengang Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie ermöglicht durch die Verknüpfung einer tiefenpsychologisch fundierten Gestaltungstherapie/Klinischen Kunsttherapie mit grundlegenden Handlungskompetenzen der Sozialen Arbeit eine breite, tiefenpsychologisch und sozialwissenschaftlich verankerte, profunde therapeutische Ausbildung. Tiefenpsychologisch fundierte Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie (GKT) wird im Studiengang als (Psycho-)Therapie mit bildnerischen Mitteln auf tiefenpsychologischer Grundlage verstanden. Die tiefenpsychologisch fundierte GKT basiert auf den theoretischen Theorien und Konzepten der Psychoanalyse, insbesondere der Ich-Psychologie und der Objektbeziehungstheorie sowie den Erkenntnissen der Analytischen Psychologie C. G. Jungs und der Kreativitätstheorien.

Der Studiengang wird interdisziplinär von Professoren/innen der Hochschule, Lehrtherapeuten/innen des Deutscher Arbeitskreis Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie e.V. (DAGTP), Künstler/innen, Psychotherapeuten/innen, Psychologen/innen, Ärzten/innen und Pädagogen/innen gelehrt.

Qualifikationsziele: 

In künstlerischer Ausbildung und freier Atelierarbeit entwickeln die Studierenden einen eigenen künstlerischen Standpunkt, der sie zum professionellen Umgang mit Medien der Bildenden Kunst und zum Transfer ihrer Erfahrung in das therapeutische Setting befähigt. Die Perspektive der tiefenpsychologisch fundierten Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie (GKT) wird ergänzt und vertieft durch die Vermittlung von Grundlagen und Methoden der Sozialen Arbeit, wie sie im aktuellen Theorie- und Methodendiskurs einer menschenrechts- und lebensweltorientierten Sozialen Arbeit formuliert werden.

Damit wird kunst- und gestaltungstherapeutisches Handeln eingebettet in den sozialpolitischen, „das Soziale“ betreffenden, systemischen Kontext. Die damit ermöglichte Anreicherung gestaltungs- und kunsttherapeutischer Expertise der Studierenden zielt auf eine breite, fachlich begründete Professionalisierung.

 

Strukturelle und fachlich-inhaltliche Ausgestaltung des Studiengangs : 

Im Zentrum des Studiengangs steht die Vermittlung von Theorie und Praxis, Handlungsansätzen und Methoden der Gestaltungstherapie/Klinischen Kunsttherapie. In enger Verzahnung von Theorie und Praxis werden künstlerische und theoretische Lehr- und Lernphasen dynamisch verbunden und integriert. So werden die fachlichen Bedarfe der Berufspraxis mit aktuellen wissenschaftlichen Konzepten der Gestaltungstherapie/klinischen Kunsttherapie und der Sozialen Arbeit verknüpft. Umfassendes sozialpsychiatrisches Wissen und Können erwerben die Studierenden, um ihr eigenes Handeln fundieren und ihre beruflichen Kompetenzen kritisch einzuschätzen zu können. Darauf zielt auch die Erweiterung einer anthropologischen und ethischen Reflektionsfähigkeit, die in einem eigenen Modul auch fallbezogen gestärkt und ausgearbeitet wird.

Modulbeschreibung
Modulbeschreibungen: 
Modulnummer: 
01
Modultitel: 
Theoretische Grundlagen und historische Aspekte
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Auf der Basis fachlich-historischer Traditionslinien werden in diesem Modul Ansätze von Entwicklungen der Gestaltungstherapie/Klinischen Kunsttherapie sowohl mit ihren Wurzeln in tiefenpsychologischen, humanistischpsychologischen und verhaltenstherapeutischen Theorie als auch in Kunst- und Kreativitätstheorien thematisiert. Es geht um die Darstellung, Reflexion und Kontextualisierung einer gestaltungstherapeutischen Grundhaltung in Verbindung mit innovativen Theorien und Handlungskonzepten sowie um eine kritische Bestandsaufnahme der normativen Grundlagen.

In systematischer Auseinandersetzung mit aktuellen Theorien und Konzepten der Gestaltungstherapie/Klinischen Kunsttherapie und in kritischer Reflexion der praktischen (Vor-)Erfahrungen erwerben die Studierenden Basiskompetenzen wissenschaftlichen Arbeitens und entwickeln leitende Fragestellungen für ihr Studium.

Die Studierenden

  • kennen die historische Entwicklung der Kunst- und Gestaltungstherapie können die Querverbindungen zur Entwicklung der Psychoanalyse und deren Theorien in einen Kontext zur Kunsttherapie stellen;
  • verstehen die Bezüge zur Kunst des 20. Jahrhunderts und können hieraus die Bedeutung der Kunst für die Kunsttherapie ableiten;
  • kennen die wichtigsten Kreativitätstheorien;
  • wissen um die historische Verknüpfung zu den tiefenpsychologischen Theorien;
  • verstehen die Verankerung des Berufsfeldes im sozialen Kontext und deren Herleitung aus therapeutischen und künstlerischen Bezügen;
  • beherrschen die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
13
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
7
Form der Prüfungsleistung: 
Gestaltung einer Aufgabe
Hausarbeit
Referat
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
1.-2. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
01.1
Bausteintitel: 
Historische Aspekte der Kunst- und Gestaltungstherapie
Lehrformen: 
Vorlesung
Semesterwochenstunden (SWS): 
1
Bausteininhalte: 
In groben Zügen werden die Anfänge des bildnerischen Ausdrucks in der Psychiatrie (Prinzhorn) und in der Kunst des 20. Jahrhunderts im Expressionismus, Art Brut u.a. vermittelt. Die Einflüsse Freuds und Jungs auf die Kunst und wiederum die Wirkung der Psychoanalyse auf die Kunst und die hieraus entstehenden Wurzeln der Kunsttherapie werden verdeutlicht und auf die jetzigen Positionen bezogen.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
02.1
Bausteintitel: 
Einführung in die Kunstgeschichte
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Die Schulung der Wahrnehmung ästhetischer Prozesse und Gestaltungsprinzipien ermöglicht eine fundierte Reflexion von Werken in ihrem jeweiligen Entstehungskontext. Die Reflexion anhand ausgewählter Künstlerbiografien schafft einen kunsthistorischen Überblick seit Giotto. Die Studierenden lernen ästhetische Prozesse historischer wie zeitgenössischer Kunstrichtungen zu ihrer eigenen künstlerischen Arbeit in Bezug zu setzen. Basisrelevante Themen wie Bildraum, Landschaft, Portrait und die Ausdruckskraft bildnerischer Medien sowie ästhetische Gestaltungsprinzipien stehen im kunstgeschichtlichen Zusammenhang.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
01.3
Bausteintitel: 
Kunst- und Kreativitätstheorien
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Kunst- und Kreativitätstheorien reflektieren die vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung des kreativen Ausdrucks. Sie werden in ihrer künstlerischen sowie kunsttherapeutischen Relevanz für die kunst- und gestaltungstherapeutische Theorie und Praxis dargestellt. Dabei sind insbesondere die Kriterien Farbe, Linie, Ebene, Materie und Zeit Gegenstand der Analyse und Diskussion sowie die projektiven (fremden) und vertrauten (eigenen) Anteile der Wahrnehmung von Gestaltungsprodukten und -prozessen. Die Studierenden lernen das Potential kreativer Prozesse auf therapeutische Prozesse zu beziehen sowie die Analogien und Unterschiede zwischen künstlerischen und therapeutischen Prozessen zu differenzieren.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
01.4
Bausteintitel: 
Propädeutik/Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Im Mittelpunkt dieses Bausteins stehen der Erwerb wissenschaftlicher Basiskompetenzen sowie die Identifikation und persönliche Verortung innerhalb der eigenen Profession. In kritischer Reflexion der praktischen (Vor-)Erfahrungen entwickeln die Studierenden Erkenntnis leitende Fragestellungen zur Gestaltung ihres weiteren Studiums bzw. ihrer weiteren wissenschaftlichen Arbeit. Darüber hinaus werden Grundlagen und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens erlernt und geübt.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
02
Modultitel: 
Handlungsansätze und Methoden I
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Theoretisches und praktisches Wissen aus der Kunst, den Sozialwissenschaften, der Psychologie und Ethik werden in diesem handlungsorientierten Modul mit dem Wissen um die praktische Ausübung der GKT verknüpft.

Herausgearbeitet werden die spezifischen Merkmale der GKT, die das Bildnerische an das prä- und averbale Erleben der frühen Kindheit knüpft, diesen Prozess mit dem Patienten/innen bzw. Klienten/innen reflektiert und in den Kontext der individuellen Entwicklung stellt. Dabei geht es um die Wahrnehmung und Beschreibung von Bild- und Ausdrucksgeschehen, die Reflektion der Wirkweise der Materialqualitäten, des Malprozesses und der Ausdrucksweise des Bildes im Kontext der therapeutischen Begegnung.

Die Studierenden

  • sensibilisieren ihre eigene Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit;
  • können eine erste Beziehungsaufnahme zum Patienten/Klienten gestalten;
  • wissen um die Bedeutung eines förderlichen Settings für therapeutisches Handeln;
  • kennen spezifisch GKT-Möglichkeiten für die Initiierung von therapeutischen Prozessen;
  • kennen die sensorische und motorische Wirkweise der Materialien;
  • können die verschiedenen Materialien situations- und krankheitsspezifisch einsetzen;
  • können Bilder und Skulpturen differenziert beschreiben in Form, Farbe, Struktur, Inhalt;
  • sind befähigt, ihre Arbeitsprozesse in Wort und Bild zu dokumentieren;
  • können ihre Arbeitsweise den institutionellen Rahmenbedingungen anpassen.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
12
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
7
Form der Prüfungsleistung: 
Gestaltung einer Aufgabe
Portfolio
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
1.-3. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
02.1
Bausteintitel: 
Behandlungsplanung und Initialgestaltungen
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Die Auseinandersetzung mit Anfängen in therapeutischen Prozessen und den dazugehörenden Gestaltungen stehen im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Beziehungsaufnahme in Therapien, das Schaffen eines vertrauensvollen Rahmens, die ersten Überlegungen zu Gestaltungsangeboten werden vor dem Hintergrund eines szenischen Verstehens des Erstkontaktes und der dazugehörenden Beziehungsaufnahme betrachtet. Die Erstgestaltung in der Therapie wird i. S. einer Initialgestaltung in ihrem bewussten und unbewussten Ausdrucksvermögen betrachtet und darin verborgene Themen und Aussagen untersucht. Verbindungen zu den lebensgeschichtlichen Themen des/der Patienten/in bzw. Klient/in werden gesucht, Therapieziele und Behandlungsplanung erarbeitet.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
02.2
Bausteintitel: 
Einführung in die Materialkunde und Bildbetrachtung
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
3
Bausteininhalte: 
Die Beschäftigung mit den Grundlagen der Bildenden und plastischen Kunst in ihrer Wirk- und Funktionsweise ist für die GKT von fundamentaler Bedeutung. Es wird unterschieden Prozess, Form und Inhalt der Gestaltungen sowie zwischen Material- und Ausdruckserfahrung. Der gestalterische Prozess und das entstandene Werk werden als Ausdruck innerseelischer Vorgänge betrachtet. Die entstehende materielle Kommunikation steht im Zentrum der Betrachtung im Hier und Jetzt. Materialien werden konkret erfahren und unter dem Fokus der affektiven, emotionalen und kognitiven Bedeutsamkeit reflektiert.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
02.3
Bausteintitel: 
Gestaltungs- und kunsttherapeutische Prozesssteuerung I
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Der adäquate Einstieg in die gestaltungstherapeutischen/ klinisch-kunsttherapeutischen Praxiserfahrungen wird in diesem Baustein begleitet. Die Studierenden reflektieren den institutionellen Rahmen ihres Praxisfeldes und erarbeiten das angemessene Setting der GKT-Praxis: die Gestaltung des Raumes, die zeitlichen Rahmenbedingungen der möglichen Zielsetzungen, die ersten therapeutischen Angebote. Darüber hinaus beginnen sie mit dem Dokumentieren ihres Praxisfeldes in Wort und Bild, lernen zu unterscheiden zwischen wahrnehmender und reflektierender Beschreibung der therapeutischen Sitzung (Einzel oder Gruppe). Dabei lernen die Studierenden zwischen Wort- und Bildprozess und dem Beziehungsgeschehen zu unterscheiden.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
03
Modultitel: 
Handlungsansätze und Methoden II
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Das Grundlagenwissen der GKT-Methodik und die therapeutischen Handlungskompetenzen werden vertieft. Die therapeutische Beziehungsgestaltung, Interventionsmöglichkeiten und die Reflexion von Prozessverläufen stehen im Vordergrund. Die psychodynamischen und bio-psycho-sozialen Zusammenhänge des Handlungs-, Ausdrucks- und Beziehungsgeschehens werden untersucht.

Das vertiefte theoretische Wissen aus Kunst, Entwicklungs- und Krankheitslehre, Sozialwissenschaft und Ethik findet hier praktische Anwendung. Der gestalterische Prozess und das entstandene Werk werden untersucht nach ihrer Bedeutung im Ausdruck der Symptome und Konflikte, deren Lösungsversuche im Bild, sowie der bestehenden Ressourcen und der Fähigkeit zur Resilienz. Darüber hinaus wird die Einbindung der Prozesse in die lebensgeschichtlichen Zusammenhänge geleistet.

Die Studierenden

  • können therapeutische Prozesse verstehen und steuern;
  • erweitern ihre Fähigkeit, therapeutische Prozesse in Wort und Bild zu dokumentieren;
  • wissen um ihre GKT-Identität und finden ihre Rolle im therapeutischen Team;
  • reflektieren ihre eigenen emotionalen und kognitiven Zugänge zu den Prozessen der GKT;
  • kennen die Funktion des Bildes als Symbol und Projektionsfläche mit den dazugehörigen Übertragungsfunktionen;
  • können die Theorieansätze dem praktischen Handeln zuordnen;
  • vertiefen ihre Kenntnisse über gestalterische und verbale Interventionen
  • können ihre Interventionen dem jeweiligen Therapieauftrag, -rahmen, -setting sowie dem Bedarf der Klienten/innen bzw. Patienten/innen entsprechend anpassen.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
10
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
6
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
4.-6. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
03.1
Bausteintitel: 
Symbol, Symbolisierung und Symbolisierungsvorgänge
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Das grundlegende Wissen um Entstehung und Wirkweise innerer Bilder und Bildprozessen wird vertieft. Anhand der therapeutischen Praxis werden Theorien zu Symbolisierungsvorgängen und zur Symbolisierungsfähigkeit vermittelt. Sie werden in den Kontext zu frühen Entwicklungsräumen und Beziehungsgestaltungen, zur Bedeutung des Spiegelns, des intermediären Raumes und zu Prozessen der Mentalisierung gestellt. Dadurch wird der Unterschied zwischen expressivem Ausdrucksgestalten und dem Bild als Lösungs-und Denkmöglichkeit vermittelt. Der gestalterische Ausdruck wird einerseits als Ausdruck des Symptoms bzw. des Konfliktes verstanden, andererseits aber auch als Lösungsversuch und als die Ressourcen und Resilienz fördernder Vorgang.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
03.2
Bausteintitel: 
Therapeutische Interventionen
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
In diesem Baustein findet eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Wirkmechanismen von Interventionen in der GKT statt. Es werden Interventionsformen differenziert hinsichtlich Zielrichtung und Intention bezogen auf Material- und Sprachqualitäten. Die Anpassung der Interventionsformen an die Ich-Entwicklung des/der Patienten/in, an die entwickelte Zielmotivation der Therapie und an Setting und Rahmen im Hinblick auf Hypothese und Prognose spielen dabei ebenso eine Rolle, wie die Reflektion der eigenen Intentionen, Überlegungen oder des intuitiven Vorgehens. Dabei sind vor allem auch gestalterische Interventionen von Bedeutung, die je nach Alter der Patienten/innen und der Erkrankung variieren (sowohl in der Einzel- als auch auf Gruppenarbeit).
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
03.3
Bausteintitel: 
Kunst- und gestaltungstherapeutische Prozesssteuerung in der Praxis II
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
In diesem Baustein wird die Prozesssteuerung anhand von Praxisbeispielen vertieft. Aufbauend auf den Fähigkeiten, therapeutische Prozesse den Therapiezielen anzupassen und sowohl präventiv, rehabilitativ als auch psychotherapeutisch und kurativ arbeiten zu können, wird die Anpassung an das jeweilige Praxisfeld erprobt unter Berücksichtigung der lebensgeschichtlichen Besonderheiten und des Alters der Patienten/innen. Die eigene GKT-Identität wird dadurch reflektiert, analysiert und gestärkt. Die Dokumentation eines therapeutischen Verlaufes wird unter den Aspekten Anamnese, Zielvereinbarung, Verlaufsplanung, Verlaufsprozess und Ergebnis unter Einbeziehung der eigenen Reflexion vertieft.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
04
Modultitel: 
Künstlerische Praxis
Modulverantwortliche: 
Doris Titze
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Gegenstand dieses Moduls ist die künstlerische Ausbildung mit dem Ziel der Entwicklung formaler, inhaltlicher, reflexiver und praktischer künstlerischer Kompetenzen in Kunstpraxis und -theorie. Diese Ausbildung vollzieht sich vor dem Hintergrund kunsthistorischer Reflexion und im Kontext zeitgenössischer künstlerischer Auseinandersetzung im Hinblick auf einen eigenständigen künstlerischen Ansatz. Die Studierenden entwickeln formale, inhaltliche, reflexive und praktische künstlerische Kompetenzen in der Verbindung von Kunstpraxis und Kunsttheorie. Sie üben die bildnerische Auseinandersetzung im Bereich gegenstandsgebundener Darstellung mit thematischen Schwerpunkten, um sich auf bildnerische Prozesse einzulassen und diese kritisch zu reflektieren. Grundlagen der Ausstellungsdidaktik beschließen das Modul.

Die Studierenden

  • entwickeln formale, inhaltliche, reflexive und praktische künstlerische Kompetenzen in der Verbindung von Kunstpraxis und Kunsttheorie; 
  • wissen um die bildnerische Auseinandersetzung im Bereich gegenstandsgebundener Darstellung mit thematischen Schwerpunkten; 
  • können sich auf bildnerische Prozesse einlassen und diese kritisch reflektieren; 
  • beherrschen die Grundlagen der Ausstellungsdidaktik und können selbständig Ausstellungen planen und durchführen.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
25
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
13
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
1.-7. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
04.1
Bausteintitel: 
Einführung in die künstlerische Praxis
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
In diesem Baustein bildet die bildnerische Auseinandersetzung mit Aspekten gegenstandsbezogener Darstellung den Schwerpunkt. Die Unterrichtseinheiten der künstlerischen Praxis fokussieren die Diskussion von Wahrnehmungsprozessen sowie die Unterstützung der eigenen bildnerischen Formulierung der gewonnenen ästhetischen Erkenntnisse. Die Studierenden entwickeln gestalterische Prozesse innerhalb der zweidimensionalen Medien Zeichnung und Malerei sowie die bildhafte Konkretisierung künstlerischer Ideen.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
04.2
Bausteintitel: 
Künstlerische Prozesserfahrung und -begleitung
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
8
Bausteininhalte: 
Künstlerische Ausbildung beinhaltet die Begleitung der praktischen künstlerischen Prozesse hinsichtlich der formalen Gestaltung innerhalb der Bildfindung. Dabei wird der formale Gestaltungsprozess immer im Zusammenhang mit einer möglichen individuellen Themenstellung untersucht. Anregung bieten thematische Schwerpunkte innerhalb gegenstandsbezogener Darstellungen wie Bildraum und Farbzusammenhänge, Figur und Porträt. Der Diskurs anhand von Anschauungsbeispielen aus der Kunstgeschichte und der zeitgenössischen Kunstproduktion entwickelt die Kompetenz zur multiperspektivischen Bildbetrachtung und selbständigen künstlerischen Arbeit. Der Fokus liegt auf der Kompetenz, sich auf bildnerische Prozesse einzulassen, diese zu reflektieren und dabei eigene Sehgewohnheiten in Frage zu stellen.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
04.3
Bausteintitel: 
Künstlerische Praxis mit neuen Medien
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Im kunst –und gestaltungstherapeutischen Kontext spielen neben den klassischen Ausdrucksqualitäten der bildenden Kunst auch immer wieder aktuelle Strömungen wie z.B. Film, Foto, Trickfilm, Performance, digitale Medien eine wichtige Rolle. Dieser Baustein greift solche für die GKT relevanten Medien je nach Aktualität auf. Es werden erste Grundlagen vermittelt. Beispiele und Möglichkeiten der Anwendung im therapeutischen Kontext werden vor dem Hintergrund der Erfahrungen diskutiert.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
04.4
Bausteintitel: 
Kunst- und Ausstellungsdidaktik
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
1
Bausteininhalte: 
Die Vorbereitung und Durchführung einer eigenen Ausstellung steht im Mittelpunkt dieses Bausteins. Die Vorbereitung erfolgt in Einzelgesprächen und Gruppenbesprechungen. In einer Abschlussausstellung der gesamten Ausbildungsgruppe wird eine gemeinsam erarbeitete Auswahl von Arbeiten präsentiert. Die Studierenden erhalten dabei die Kompetenz, durch die verbalen Beschreibungen der eigenen Bildvorstellungen und Arbeitsprozesse auch die künstlerischen Arbeiten anderer zu analysieren. Sie erfahren die Grundlagen der Ausstellungsdidaktik, um Bilder und Bildfolgen zusammenstellen sowie selbständig Ausstellungen planen und durchführen zu können.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
05
Modultitel: 
Psychodynamische Grundlagen I
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Die Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie begründet ihre heilkundlichen Bezüge theoretisch und anwendungsorientiert aus der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Die theoretischen Konstrukte der Psychoanalyse und der Analytischen Psychologie Jungs werden erläutert und auf moderne Konzepte von Entwicklungstheorien aus der Säuglings- und Bindungsforschung übertragen. Am Beispiel der Bildsprachenentwicklung im Kindesalter werden Verbindungen und Analogien zur Kunst– und Gestaltungstherapie hergestellt.

Die Studierenden

  • kennen psychodynamische, psychoanalytische, und entwicklungspsychologische Grundbegriffe
  • kennen moderne Behandlungskonzepte und deren Bezüge zur Kunst- und Gestaltungstherapie;
  • entwickeln hieraus ein Menschenbild und ein Krankheitsverständnis;
  • können Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Behandlungsformen benennen.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
11
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
6
Form der Prüfungsleistung: 
Hausarbeit
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
1.-2. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
05.1
Bausteintitel: 
Psychologische Grundlagen der Gestaltungstherapie und Klinischen Kunsttherapie
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Die Vermittlung von psychodynamischen Theorien wird verbunden mit Erklärungen der psychoanalytischen Terminologie in Bezug auf Begriffe des Bewussten und Unbewussten, der Bildbetrachtung in Träumen und der Darlegung von Entwicklungsfeldern und Entwicklungsleistungen. Prozessorientierung und Gemeinsamkeiten zu kognitiven Vorgehensweisen werden aufgezeigt und verortet.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
05.2
Bausteintitel: 
Einführung in tiefenpsychologische Theorien
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Die Grundlagen und Begrifflichkeit von S. Freud und C.G. Jung werden vermittelt und auf die Anwendung in der Kunst- und Gestaltungstherapie übertragen. Die Weiterentwicklung der Basistheorien und der modernen entwicklungspsychologischen Ansätze aus der Säuglingsforschung nach Stern und der Bindungstheorie (Bowlby) werden gelehrt und mit der Kunsttherapie verbunden.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
05.3
Bausteintitel: 
Aktuelle tiefenpsychologische Entwicklungstheorien
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Konzepte von strukturbezogenen und konflikt- zentrierten Ansätzen, sowie Mentalisierungskonzepte werden gelehrt und anhand von Praxisbeispielen vertieft. Neurobiologische Grundlagen werden im Hinblick auf den Handlungsraum der Kunsttherapie untersucht und auf therapeutische Prozesse übertragen.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
06
Modultitel: 
Psychodynamische Grundlagen II
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Aufbauend auf die Theorien aus Modul 05 werden aktuelle wissenschaftliche Positionen zur Übertragung und Gegenübertragung als intersubjektive Modelle der Beziehungsgestaltung in kunsttherapeutischen Therapien theoretisch und praktisch vermittelt. Das hieraus resultierende psychodynamische Krankheitsverständnis am Beispiel einzelner Krankheitsbilder ist Behandlungsgrundlage der Kunst– und Gestaltungstherapie.

Die Studierenden:

  • können psychiatrische, psychosomatische und neurotische Krankheitskonzepte unterscheiden;
  • lernen die Entstehung und Symptombildung von psychischen Störungen und deren soziale Auswirkungen kennen;
  • verstehen Gestaltungen vor dem Hintergrund ihrer psychischen Störung;
  • können ressourcenorientiertes und konfliktzentriertes Vorgehen unterscheiden;
  • kennen tiefenpsychologische Aspekte der Beziehungsgestaltung;
  • können Übertragungs- und Gegenübertragunsgeschehen wahrnehmen.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
7
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
4
Form der Prüfungsleistung: 
Portfolio
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
3.-4. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
06.1
Bausteintitel: 
Psychodynamisches Krankheitsverständnis
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Entstehung und Formen seelischer Erkrankungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter werden unter psychodynamischen Gesichtspunkten betrachtet. Krankheitsauslösende Faktoren werden in den Kontext von Krise und Entwicklung gestellt. Exemplarisch wird an einigen Störungsbildern das tiefenpsychologische Krankheitsverständnis verdeutlicht. Diagnoseglossare werden vorgestellt und über die Schritte der Diagnostik werden Behandlungsmöglichkeiten und -ziele formuliert.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
06.2
Bausteintitel: 
Tiefenpsychologische Aspekte der Beziehungsgestaltung
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
In allen psychodynamischen Theorien steht das frühe Beziehungsgeschehen im Zentrum der Betrachtung. In der kunsttherapeutischen Triade (Patient - Gestaltung - Therapeut) wird der Entwicklung der schöpferischen Fähigkeiten und des Spiels besondere Bedeutung beigemessen. Besondere Methoden in der Kunsttherapie wie das Begleitende Malen und das Progressiv therapeutische Spiegelbild stellen die gemeinsame Handlung in der kunsttherapeutischen Beziehung in den Mittelpunkt und berufen sich auf deren heilsamen Fähigkeiten.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Form der Prüfungsleistung: 
Portfolio
Modulnummer: 
07
Modultitel: 
Praxisreflexion und professionelle Identität
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Ziel dieses Moduls ist die Reflexion der Praxiserfahrungen der Studierenden zur Entwicklung einer professionellen Identität als Gestaltungstherapeut/innen/Klinischen Kunsttherapeut/innen. In Einzel- und Gruppensupervision reflektieren die Studierenden fallbezogene Behandlungs– und Therapieprozesse. Systematische Fragen zu Behandlungsaufträgen, Zielformulierungen, Indikationen, Diagnosen und Prognostik und ihre Bedeutung für die eigene Interventionsfähigkeit und Handlungskompetenz werden supervisorisch ebenso bearbeitet wie die institutionellen Voraussetzungen/Rahmenbedingungen kunst- und gestaltungstherapeutischen Handelns.

Die Studierenden

  • können ihr praktisches Handeln verbalisieren;
  • erkennen die eigenen Anteile des Handelns und können diese von den Anteilen der Klienten/innen differenzieren;
  • sind befähigt, das Bild/die Gestaltung im Kontext des therapeutischen Geschehens zu reflektieren;
  • können therapeutische Verläufe dokumentieren und überprüfen;
  • werden zu selbstreflexivem, professionellem Wahrnehmen, Denken und Handeln befähigt.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
6
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
6
Anzahl der Studienleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
1.-6. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
07.1
Bausteintitel: 
Einzelsupervision
Lehrformen: 
Seminar
Supervision
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Die GKT-Praxis wird im Zuge der Supervision unterstützend begleitet. Der Rahmen des Praxisfeldes, das Setting sowie der therapeutische Auftrag finden dabei besondere Beachtung. Es geht um die Entwicklung von Ideen für Gestaltungsangebote und die Beziehungsaufnahme im therapeutischen Kontext. Die kognitiven, emotionalen und affektiven Resonanzen in der Supervision werden als Hinweise verstanden, die Prozesse im therapeutischen Feld zu erkennen und zu verstehen. Im Rahmen der Einzelsupervision werden Fragestellungen, die sich aus dem jeweiligen Praxisfeld ergeben, gezielt bearbeitet.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
07.2
Bausteintitel: 
Gruppensupervision
Lehrformen: 
Seminar
Supervision
Semesterwochenstunden (SWS): 
4
Bausteininhalte: 
In der kollegialen Gruppe werden Kasuistiken, Verläufe und Fallvignetten aus der eigenen GKT-Praxis vorgestellt. Die dazugehörigen Fragestellungen entwickeln sich aus der Dynamik und den aufscheinenden Problemen in der Behandlung oder werden in der Gruppe gemeinsam entwickelt und untersucht. Dabei werden Bild-, Wort- und Beziehungserleben berücksichtigt. Auch die Rahmenbedingungen der therapeutischen Praxis finden Berücksichtigung. Ziel ist es, innerhalb der Gruppe Verlaufsprognosen, Hilfestellungen oder Interventionen zu entwickeln, deren Nutzen in darauf folgenden Supervisionsstunden überprüft werden können. Die Erfahrung in der Gruppe bietet gleichzeitig ein Lernfeld für die Anleitung von Gruppenprozessen.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
08
Modultitel: 
Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

In diesem Modul werden gesundheitswissenschaftliche Grundlagen für die Kunst- und Gestaltungstherapie gelegt. Neben Gesundheits- und Krankheitsmodellen sowie epidemiologischen Befunden werden Konzepte der Gesundheitsförderung und Prävention bearbeitet. Im Bereich der somatischen Medizin wird ein besonderes Augenmerk auf die Behandlung chronischer Krankheiten und auf Palliativ Care gelegt.

Die Studierenden

  • kennen wesentliche theoretische und konzeptionelle Grundlagen der Gesundheitswissenschaften;
  • können aktuelle Fachpublikationen kritisch rezipieren und reflektieren;
  • kennen exemplarisch somatische chronische Krankheiten hinsichtlich Ätiologie, Epidemiologie, Symtomatologie, Verlauf, körperlichen und psychosozialen Auswirkungen sowie medizinische, psycho- und sozialtherapeutische Behandlungsoptionen;
  • können Herausforderungen an das medizinische Behandlungssystem;
  • reflektieren und sind in der Lage, die Indikation für das eigene Handeln zu stellen, sowie Delegationsnotwendigkeiten an andere Professionen einzuschätzen;
  • lernen Palliative Care als Beispiel multiprofessionellen Handelns kennen und die Zugehörigen des/der Schwerstkranken bzw. Sterbenden als Teil der Unit of Care
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
8
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
4
Form der Prüfungsleistung: 
Gestaltung einer Aufgabe
Referat
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
2. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
08.1
Bausteintitel: 
Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Vor dem Hintergrund der historischen Entwicklungen der Gesundheitswissenschaften bzw. Konzepten des Public Health werden Definitionen und wissenschaftliche Konzepte von Gesundheit und Krankheit vorgestellt. Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Identifikation von Krankheitsursachen werden beleuchtet und deren Aussagekraft in Bezug auf Gesundheitsförderung bzw. Krankheitsverhinderung diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt auf der Identifikation der Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit bzw. Krankheit. Möglichkeiten der Prävention und Umsetzungen in der Praxis werden diskutiert.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
08.2
Bausteintitel: 
Wirksamkeitsforschung im Bereich medizinischer Behandlung
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
1
Bausteininhalte: 
Medizinische Behandlungen in ihrer Wirksamkeit einschätzen zu können ist eine Qualifikation, die von allen Berufsgruppen zu erwarten ist, die an der Behandlung eines Patienten bzw. einer Patientin beteiligt sind. Worauf basiert die Empfehlung zu einer Therapie? Den Studierenden wird grundlegendes Wissen über Evidence Based Medicine, Klinische Studien, S-3 Leitlinien und damit über aktuelle Beurteilungskriterien und Kategorien vermittelt. Möglichkeiten und Grenzen der Wirksamkeitsforschung werden kritisch reflektiert.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
08.3
Bausteintitel: 
Chronische Krankheiten und Palliativ Care
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
1
Bausteininhalte: 
Eine besondere Herausforderung für das Gesundheitswesen stellen die Behandlung und die Prävention von Chronischen Krankheiten dar. Dies gilt auch für Palliativ Care im ambulanten und stationären Bereich. Beispielhaft werden Krankheitsbilder verbreiteter chronischer Krankheiten und die besonderen Herausforderungen an Palliative Care vorgestellt. Multiprofessionelles Arbeiten wird in beiden Bereichen als besonders relevant eingeführt. Die Studierenden werden für die Betroffenheit und die Arbeiten im sozialen Umfeld bzw. der Zugehörigen sensibilisiert.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
09
Modultitel: 
Sozialpsychiatrische Grundlagen
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

In diesem Modul werden sozialpsychiatrische Grundlagen für die Kunst- und Gestaltungstherapie gelegt. Die Grundlagen einer sozialen Psychiatrie werden hinsichtlich aktueller Befunde und Daten /etwa epidemiologisch, soziologisch, ätiologisch, psychopathologisch) sowie neuerer Konzepte in der Begleitung, Beratung und Behandlung psychisch kranker Menschen mit dem Fokus auf die soziale Dimension für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld thematisiert. Der besonderen Herausforderung bei der Behandlung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher und in der Krisenintervention wird in jeweils einem eigenen Baustein Rechnung getragen.

Die Studierenden

  • kennen wesentliche theoretische und konzeptionelle Grundlagen der Gesundheitswissenschaften;
  • können die wichtigsten psychischen Störungen von Erwachsenen und Kindern hinsichtlich Ätiologie, Epidemiologie, Symptomatologie, Auswirkungen und Verlauf unterscheiden;
  • können aktuelle Fachpublikationen kritisch rezipieren und reflektieren;
  • kennen die medizinischen sowie sozial- und psychotherapeutischen Behandlungsoptionen und sind in der Lage, die Indikation für das eigene Handeln zu stellen sowie die Delegationsnotwendigkeit an andere Professionen einzuschätzen.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
8
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
4
Form der Prüfungsleistung: 
Gestaltung einer Aufgabe
Referat
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
3. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
09.1
Bausteintitel: 
Grundlagen der Psychiatrie und Sozialpsychiatrie
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Vor dem Hintergrund der Geschichte der Psychiatrie, insbesondere der Psychiatrieenquete, wird in die Sozialpsychiatrie eingeführt. Das Bedingungsgefüge für das Entstehen und mithin die mögliche Verhinderung psychischer Störung werden vor den wissenschaftlich untersuchten Hintergründen individuell-biographischer, biologischer, sozialer und gesellschaftlicher Aspekte kritisch reflektiert. Häufige psychische Störungen werden entlang epidemiologischer Befunde, Symptomatik, Verlauf und multifaktorieller Ursachen und Auswirkungen für die Betroffenen, deren Angehörige und die Gesellschaft erarbeitet. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Reflexion des Umgangs bzw. der professionellen Begegnung mit Betroffenen psychischer Störungen sowie der möglichen Assistenz und Interventionen durch professionelle Helfer, im Besonderen Kunst- und Gestaltungstherapeuten/innen (Beratung, Begleitung, Behandlung,). Die aktuellen strukturellen und therapeutischen Hilfsangebote der Sozial- und Gemeindepsychiatrie werden in Bezug auf ihre Stärken und Schwächen und die Zuordnung zu einzelnen Professionen untersucht und in den Kontext der Psychiatriereform gestellt.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
09.2
Bausteintitel: 
Ausgewählte Aspekte der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
1
Bausteininhalte: 
Die Begleitung und Behandlung psychisch auffälliger bzw. erkrankter Kinder und Jugendlicher soll vor dem Hintergrund der sozialpsychiatrischen Versorgungslandschaft erarbeitet werden. Ausgewählte psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen werden hinsichtlich ihrer Häufigkeit, multifaktoriellen Genese, Symptomatik und ihres Verlaufs betrachtet. Behandlungsansätze unterschiedlicher Provenienz (medizinisch, pädagogisch, sozialarbeiterisch, psychologisch, psychotherapeutisch) werden kritisch reflektiert und die eigene Profession verortet. Dabei stehen die Analyse der Funktion und Dimension des familiären Systems sowie die Möglichkeiten der Unterstützung der wesentlichen Bezugspersonen der Betroffenen im Mittelpunkt.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
09.3
Bausteintitel: 
Krisenintervention
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
1
Bausteininhalte: 
Da auch im Verlauf gestaltungstherapeutischer Arbeit immer wieder mit krisenhaften Zuspitzungen bei Klienten/innen zu rechnen ist, werden in diesem Baustein Symptome und Ausdruck von unterschiedlichen Krisen (psychiatrisch, psychosozial, suizidal) thematisiert und neuere Entwicklungen der Krisenintervention erlernt.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
10
Modultitel: 
Empirische Sozialforschung
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Neben einer Einführung in wissenschaftstheoretische Grundlagen stehen in diesem Modul der Erwerb der Grundlagen in qualitativen und quantitativen Methoden der Sozialforschung und deren Anwendung im Mittelpunkt. Dazu werden angemessene Forschungsansätze für die kunst- und gestaltungstherapeutische Arbeit theoretisch und praktisch erarbeitet und angewandt. Explizit werden diese dann im Rahmen der reflexiven Fallarbeit angewandt, so dass die kunst- und gestaltungstherapeutische Arbeit wissenschaftlich dokumentiert, analysiert und bewertet werden kann.

Die Studierenden

  • kennen die theoretischen Grundlagen empirischer Sozialforschung (Wissenschaftstheorie, quantitative und qualitative Methoden, Evaluation);
  • können ausgewählte quantitative und qualitative Forschungsmethoden hinsichtlich ihrer angemessenen Einsatzmöglichkeiten und Aussagekraft einschätzen und anwenden;
  • können Forschungsergebnisse und -publikationen kritisch hinsichtlich ihrer Aussagekraft rezipieren und reflektieren;
  • können zur eigenen kunst- und gestaltungstherapeutischen Arbeit eine wissenschaftliche Distanz einnehmen.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
8
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
4
Form der Prüfungsleistung: 
Hausarbeit
Klausur
Mündliche Prüfung
Portfolio
Referat
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
5.-6. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
10.1
Bausteintitel: 
Einführung in die empirische Sozialforschung
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Zunächst werden grundlegende Fragestellungen und Theorien zur wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung unter Heranziehung unterschiedlicher Ansätze und Entwicklungen der Wissenschaftstheorie vorgestellt und kritisch diskutiert. Eine Einführung in die Theorie und Methodologie der quantitativen und qualitativen Sozialforschung führt zur Erarbeitung eines Spektrums verschiedener Datenerhebungs- und Analyseverfahren und deren methodischer Standards (etwa Grounded Theory, hermeneutisch-rekonstruktive Ansätze, partizipative Forschung, quantitativ-statistische Verfahren). Publizierte Forschungsergebnisse werden exemplarisch bearbeitet und an ihnen Grundzüge wissenschaftlichen Arbeitens reflektiert (korrekte Verwendung von Quellen, Zitierweise etc.). Dabei werden sowohl quantitative wie qualitative Methoden der empirischen Forschung kritisch diskutiert.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
10.2
Bausteintitel: 
Ausgewählte Forschungsmethoden
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Im Mittelpunkt des Bausteins steht die Erarbeitung der praktischen Anwendung empirischer Forschungsmethoden für den Bereich der sozialen und therapeutischen Arbeit mit Klienten/innen die z.B., der Analyse von Bilddokumenten dienen. Es werden ausgewählte quantitative und qualitative Methoden auf Fragestellungen der Praxis hin überprüft und exemplarisch angewandt. Vor allem qualitative Methoden der Datenerhebung und -auswertung werden exemplarisch erprobt und geübt (narratives Interview, Expertengespräch, Leitfadeninterview, evaluative Instrumente, Beobachtungsmethoden, Therapieforschung etc.).
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
11
Modultitel: 
Anthropologische und ethische Aspekte
Modulverantwortliche: 
Norbert Steinkamp
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Die Studierenden werden in die philosophische Anthropologie einerseits und in die Ethik andererseits eingeführt. Auf Grundlage eines dadurch gewonnenen Überblicks über die (sozial-)ethische Debatte der Gegenwart wird die ethische Analyse- und Urteilsfähigkeit anhand der Erörterung konkreter ethischer Probleme eingeübt und ausgebaut. Zusätzlich werden spirituelle Dimensionen kunst- und gestaltungstherapeutischen Handelns thematisiert.

Die Studierenden

  • besitzen grundlegende Kenntnisse über die philosophische Anthropologie und deren Bedeutung für ihre berufliche Praxis;
  • kennen die wichtigsten ethischen Theorieansätze und besitzen eine Vorstellung von der Pluralität ethischer Orientierungsmaßstäbe;
  • können selbständig konkrete ethische Probleme im Rückgriff auf unterschiedliche ethische Theorieansätze reflektieren; 
  • sind sich möglicher spiritueller Dimensionen ihres professionellen Handelns bewusst.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
11
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
6
Form der Prüfungsleistung: 
Hausarbeit
Mündliche Prüfung
Referat
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
4.-5. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
11.1
Bausteintitel: 
Philosophisch-theologische Anthropologie
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Thematisiert werden die Grundanliegen und ausgewählte Inhalte der Anthropologie, wobei sowohl besonders profilierte Positionen der philosophischen Anthropologie als auch zentrale Einzelaspekte – wie Autonomie, Intersubjektivität bzw. Sozialität, Körperlichkeit etc. – vorgestellt und diskutiert werden. Außerdem werden Aspekte einer theologischen Anthropologie thematisiert.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
11.2
Bausteintitel: 
Spirituelle Dimensionen kunst- und gestaltungstherapeutischen Handelns
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Therapie und Spiritualität sind zwei zu unterscheidende sich möglicherweise aber auch ergänzende Ansätze in der Beratung und Begleitung von Menschen in Lebenskrisen. Spiritualität als Kontakt zum innersten existentiellen „Grund“ soll auf ihre Rolle und Bedeutung in heilenden Beziehungen hin untersucht werden. Das umgreift eine konzeptionelle Klärung dessen, was mit Spiritualität gemeint ist wie die Frage, wie in Therapeutischen Prozessen mit „spirituellen Fragen“ sinnvoll umgegangen werden kann. Darüber hinaus zielt der Baustein auf die Auseinandersetzung mit den persönlichen Zugängen zu Spiritualität
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
11.3
Bausteintitel: 
Ethik sozialprofessionellen Handelns
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Neben der Frage nach dem Bezugsverhältnis von Ethik und sozialprofessionellem Handeln stehen die wichtigen (sozial-)ethischen Theorien im Mittelpunkt dieses Bausteins. Es werden zum einen Bezüge zu den Motiven der Anthropologie hergestellt und zum anderen ein grundlegender Bezug der Ethik zur therapeutischen Praxis.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
12
Modultitel: 
Sozialpolitische und rechtliche Aspekte
Modulverantwortliche: 
Jens Wurtzbacher
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Dieses Modul bietet einen systematischen Überblick über das Sozialgesetzbuch in seinen verschiedenen Teilen, über Leistungsträger und über vorgesehene Sozialleistungen gegeben. Weiterer Gegenstand des Moduls ist die Vermittlung relevanter berufsrechtlicher Regelungen. In einem zweiten Teil werden zunächst allgemeine Grundlagen der Sozialpolitik und des deutschen Wohlfahrtsstaates vermittelt und deren Systemzusammenhänge verdeutlicht. Die Betonung liegt anschließend sowohl auf den Grundsätzen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung als auch auf dem Bereich der Rehabilitation. In Korrespondenz mit den sozialrechtlichen Grundlagen werden systematische Kenntnisse über die der Gesundheitspolitik zugrunde liegenden politischen Zielsetzungen vermittelt und aktuelle Veränderungsprozesse und Gestaltungsalternativen diskutiert.

Die Studierenden

  • kennen wesentliche rechtliche Rahmenbedingungen kunst- und gestaltungstherapeutischer Arbeit;
  • kennen wesentliche Grundzüge sozial- und gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen sozialprofessionellen und therapeutischen Handelns;
  • erkennen den sozialpolitischen Kontext ihrer professionellen Tätigkeiten und der Institutionen, in denen diese erbracht werden sowie unterschiedliche normative Positionen hinter sozial- und gesundheitspolitischen Gestaltungsalternativen;
  • verstehen die grundsätzlichen Problemlagen bei Organisation und Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung;
  • können die Positionen unterschiedlicher Akteure im Gesundheits- und Rehabilitationswesen zuordnen und rekonstruieren.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
8
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
4
Form der Prüfungsleistung: 
Klausur
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
5.-6. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
12.1
Bausteintitel: 
Sozialpolitische Aspekte
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Als Akteure im Gesundheitswesen sind Gestaltungs- und Kunsttherapeuten in vielerlei Hinsicht von sozial- und gesundheitspolitischen Entscheidungen betroffen. Dieser Baustein vermittelt deswegen zunächst allgemeine Grundlagen der Sozialpolitik und des deutschen Wohlfahrtsstaates und verdeutlicht deren Systemzusammenhänge. Die Betonung liegt anschließend sowohl auf den Grundsätzen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung als auch auf dem Bereich der Rehabilitation. In Korrespondenz mit den sozialrechtlichen Grundlagen liefert dieser Baustein systematische Kenntnisse über die der Gesundheitspolitik zugrunde liegenden politischen Zielsetzungen und diskutiert aktuelle Veränderungsprozesse und Gestaltungsalternativen.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
12.2
Bausteintitel: 
Sozialrechtliche Aspekte
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
1
Bausteininhalte: 
Gestaltungs- und Kunsttherapeuten/innen haben in vielfältigen Zusammenhängen Kontakt mit sozialrechtlichen Fragestellungen, vor allem wenn sie ihre Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung oder der Jugend- und Eingliederungshilfe erbringen. Der Baustein gibt einen systematischen Überblick über die relevanten Sozialgesetzbücher, über die Leistungsträger und die vorgesehenen Sozialleistungen. Darüber hinaus werden das Sozialverwaltungsverfahren sowie die gerichtliche Durchsetzung von Sozialleistungsansprüchen vor dem Sozialgericht einschließlich Beratungs- und Prozesskostenhilfe behandelt.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
12.3
Bausteintitel: 
Berufsrechtliche Aspekte
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
1
Bausteininhalte: 
Für Kunst- und Gestaltungstherapeuten/innen gelten verschiedene berufsrechtliche Regelungen, unter anderem das „Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung“. Daraus ergeben sich rechtliche Pflichten und Standesregelungen, die bei der therapeutischen Tätigkeit ebenso beachtet werden müssen wie Pflichten, die sich aus datenschutz-rechtlichen Regelungen und der auch strafrechtlich sanktionierten Schweigepflicht ergeben. Patientenrechte müssen berücksichtigt, der Behandlungsvertrag mit seinen zivilrechtlichen Haupt- und Nebenpflichten gekannt und eingehalten werden. Über die im Rahmen des Therapeuten-Patienten Verhältnis geltenden Vorschriften werden in diesem Baustein Kenntnisse vermittelt.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Form der Prüfungsleistung: 
Klausur
Modulnummer: 
13
Modultitel: 
Theoretische Grundlagen sozialprofessionellen Handelns
Modulverantwortliche: 
Axel Bohmeyer
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Im Mittelpunkt des Moduls stehen das Kennenlernen, Verstehen, Erproben und Reflektieren aktueller Theorien und Konzepte sozialprofessionellen Handelns. Anknüpfend an die vorliegenden beruflichen Kompetenzen der Studierenden werden theoretisch-konzeptionelle Grundlagen der Sozialen Arbeit/Sozialpädagogik in ihrer Bedeutung für kunst- und gestaltungstherapeutisches Handeln vermittelt. Dabei geht es um die Konsequenzen, die sich aus den Blickwinkeln der jeweiligen Theoriepositionen für die Bestimmung des Gegenstandsbereichs sozialprofessionellen Handelns und die Handlungskonzepte ableiten lassen. Außerdem geht es um eine Auseinandersetzung mit den historisch-dynamischen, politischen und sozialen Konfliktsituationen, die die spezifischen Ausformungen sozialprofessionellen Handelns erzeugen und die Handlungsfeld determinieren.

Die Studierenden

  • kennen Grundlagen der Theoriebildung, ihre Implikationen und Begründungszusammenhänge und können diese auf sozialprofessionelles Handeln beziehen;
  • wissen um das Wechselverhältnisse von Theorie und Praxis in konkreten Handlungsfeldern;
  • können zwischen Alltagstheorien und wissenschaftlichen Theorien unterscheiden; 
  • reflektieren die Definitionen, Relationen und Rahmenbedingungen von sozialen Problemen als Gegenstand der Theoriebildung und der Praxis gestaltungs- und kunsttherapeutischen Handelns;
  • reflektieren die Möglichkeiten und Grenzen sozialer Professionen, Menschen in ihrer selbstbestimmten Lebensgestaltung zu unterstützen, soziale Probleme zu erkennen und diesen auch vorzubeugen.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
8
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
4
Form der Prüfungsleistung: 
Hausarbeit
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
3.-4. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
13.1
Bausteintitel: 
Theorieansätze der Sozialen Arbeit
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
In einem Überblick werden die zentralen Entwicklungslinien der Theoriebildung der Sozialen Arbeit vorgestellt. Kontrastierende Theorieansätze und Denktraditionen sowie ihre Entstehungsgeschichte werden dargestellt und kritisch diskutiert. Hierbei geht es um die Unterscheidung gegenüber Alltagstheorien, um die Bedeutung wissenschaftlicher Theorien für die sozialen Professionen und um die wechselseitig-reflexive Beziehung von Theorie und Praxis. Ausgehend von sozialen Problemen als Gegenstand der Theoriebildung und Konzeptentwicklung werden Theorieansätze der Sozialen Arbeit vorgestellt, diskutiert und ihre Auswirkungen auf das sozialprofessionelle reflektiert.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
13.2
Bausteintitel: 
Sozialpädagogische Theorien
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Gegeben wird ein Überblick über Geschichte, Theorie, Programmatik, Institutionen und Adressaten der Sozialpädagogik und darüber hinaus um sozialpädagogische Handlungsprinzipien, Orte sozialpädagogischer Intervention und Bildungsbegriffe. Theoretische sozialpädagogische Fragestellungen werden vorgestellt und diskutiert. Es geht insbesondere um eine Auseinandersetzung mit den sozialstrukturell und institutionell bedingten Konflikten, welche im Sozialisationsverlauf von Kindern und Jugendlichen aufkommen. Zudem wird die Bedeutung sozialpädagogischer Theorieansätze für das sozialprofessionelle Handeln, insbesondere im Kontext gestaltungs- und kunsttherapeutischen Handelns, herausgearbeitet.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
14
Modultitel: 
Kommunikation und professionelle Beziehungsgestaltung
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Das kommunikative Geschehen zwischen Patient/in und Therapeut/in auf der Sprach – und Bildebene ist Inhalt dieses Moduls. In der Kunst – und Gestaltungstherapie wird das dialogische Prinzip durch das Bild erweitert zur Triade. Zusätzlich werden im handelnden Miteinander intersubjektive Erfahrungen aktiviert und korrigierende Erfahrungen angeboten. Spezielle Methoden der Kunst –und Gestaltungstherapie stellen die Beziehungserfahrung in den Mittelpunkt und ermöglichen kommunikative Prozesse jenseits von Sprache. In der Gruppe erfährt dieses Prinzip zusätzlich seine interaktionelle Erweiterung. Die Kenntnisse von speziell kunst – und gestaltungstherapeutischen Kommunikationsprozessen sowie deren Wirkweise und Wirkebenen vermittelt dieses Modul.

Die Studierenden

  • kennen Kommunikationstheorien und die Prinzipien der professionellen Beziehungsgestaltung und können diese im therapeutischen Geschehen nutzen;
  • kennen die besonderen kommunikativen Prozesse in der GKT und wissen um das Beziehungsgeschehen in der GKT;
  • können durch gestalterische Angebote psychische Prozesse angemessen;
  • begleiten und spezielle Methoden der Beziehungsgestaltung in der GKT anwenden;
  • erweitern ihre empathische Fähigkeit, diese Prozesse emotional zu erleben und können diese Prozesse verbalisieren;
  • wissen um Parallelen zwischen lebensgeschichtlich frühem und aktuellem Beziehungserleben und stellen dies dem/der Patienten/in für seine Entwicklung zur Verfügung.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert.
Anzahl der Credits: 
11
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
8
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
5.-7. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
14.1
Bausteintitel: 
Grundlagen Kommunikativer Prozesse
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
4
Bausteininhalte: 
Die gestaltungs-/klinisch kunsttherapeutische Triade als kommunikativer Prozess zwischen Patient, Bild und Therapeut werden eingeübt und reflektiert. In der Arbeit mit Gruppen werden die Wechselwirkungen von individuellen und Gruppenthemen sowie die Chance der korrigierenden emotionalen und sozialen Erfahrung fokussiert. Kommunikation wird sowohl auf der Handlungs- und Bildebene als auch auf der Ebene von Sprache reflektiert. Wie im Rahmen kunst- und gestaltungstherapeutischen Handelns durch die entsprechenden gestalterischen Angebote kommunikative Prozesse initiiert, intendiert, fokussiert, unterstützt oder unterbrochen werden können und wie diese psychodynamisch verstanden werden können, wird hier untersucht.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Bausteinnummer: 
14.2
Bausteintitel: 
Spezielle Methoden der Kunst- und Gestaltungstherapie
Lehrformen: 
Seminar
Semesterwochenstunden (SWS): 
4
Bausteininhalte: 
Die Beschäftigung mit der speziellen Form der Beziehungsgestaltung in der GKT steht hier im Zentrum. Die therapeutische Beziehung als Abbild in den Gestaltungen und im Prozess wird untersucht und zwar sowohl auf das frühe als auch auf das aktuelle Interaktionsgeschehen und dessen Widerspiegelung im Bild wie im aktuellen Beziehungsgeschehen. Besondere Methoden der GKT, wie z.B. „Begleitendes Malen“, „Begegnendes Malen“ oder das „Progressiv Therapeutische Spiegelbild“, welche die Beziehungsgestaltung auch von Seiten des/der Therapeuten/in in den Mittelpunkt stellen und nutzen sowie solche Angebote, die sich auf Gruppen- und Gruppenprozesse beziehen, werden in ihrer Anwendung erprobt.
Form der Studienleistung: 
Aktive Teilnahme
Modulnummer: 
15
Modultitel: 
Bachelor - Modul
Modulinhalte und Qualifikationsziele: 

Das Modul beinhaltet im Wesentlichen die Erstellung der Bachelor-Thesis im 6. bzw. 7. Studiensemester.

Hier sollen die Studierenden eine Fragestellung der Gestaltungstherapie/klinischen Kunsttherapie unter Anwendung der im Studium erworbenen wissenschaftlichen Erkenntnisse und unter Berücksichtigung der parallel gesammelten praktischen Erfahrungen bearbeiten. Die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen der Kunst- und Gestaltungstherapie unterstützt die Studierenden in der Bearbeitung einer eigenen wissenschaftlichen Fragestellung. In der Generierung von geeigneten Forschungsfragen, der Datengewinnung und ihrer wissenschaftlichen Verarbeitung werden die Studierenden im Rahmen eines Kolloquiums durch ihre Betreuer/innen unterstützt.

Die Studierenden

  • erstellen eine eigenständige, wissenschaftlich fundierte und praxisbezogene Arbeit;
  • prüfen die Gegenstandsangemessenheit der verwendeten Methoden; 
  • verschriftlichen und interpretieren ihre Arbeitsergebnisse nach formal und inhaltlich gültigen wissenschaftlichen Standards.
Voraussetzung für die Vergabe von Credits: 
und der daraus folgenden Berechnung der Leistungspunkte ist das erfolgreiche Bestehen des Moduls. Dies wird in der Regel durch das Bestehen der Prüfungsleistung/-en dokumentiert
Anzahl der Credits: 
14
Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS): 
3
Form der Prüfungsleistung: 
Bachelorthesis
Anzahl der Prüfungsleistungen: 
1
Dauer der Module/Semesterlage: 
7. Semester
Bausteine: 
Bausteinnummer: 
15.1
Bausteintitel: 
Aktuelle Gestaltungs- und kunsttherapeutische Fachdebatten
Lehrformen: 
Selbststudium
Semesterwochenstunden (SWS): 
2
Bausteininhalte: 
Dieser Baustein fokussiert auf die für Professionalisierung zentrale Rückbindung von beruflicher- und Studienpraxis an aktuelle Diskurse der Kunst- und Gestaltungstherapie in der „scientific community“. Er unterstützt die Bezugnahme und Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Wissensformen, zielt auf die Relationierung zwischen wissenschaftlichem und handlungspraktischem Wissen und befördert damit die Herausbildung eines professionellen Habitus.
Bausteinnummer: 
15.2
Bausteintitel: 
Begleitendes Kolloquium
Lehrformen: 
Kolloquium
Semesterwochenstunden (SWS): 
1
Bausteininhalte: 
Das Kolloquium dient berufsbegleitend Studierenden als ein Ort, um Fragestellungen, die während der Erarbeitung der BA Thesis entstehen systematisch zu klären. Es unterstützt Studierende dabei, sich in der Kunst und gestaltungstherapeutischen Wissenschaftsdisziplin(en) argumentativ zu „bewegen“ und fachspezifische Inhalte und Methoden auf eine relevante Fragestellung anzuwenden.